Mit 11 Wochen auf dem Fellhorn

Manche müssen erst 29 Jahre alt werden bevor sie auf das Fellhorn kommen, so wie ich. Andere schaffen das schon mit gerade mal 11 Wochen, so wie unser Sohn Florian. Wenn man schon mal Urlaub in mitten dieser schönen Berge macht, muss man auch mal hoch. Da die Berge schon recht hoch sind und wir als Eltern ja doch noch ein wenig unerfahren sind, fragten wir zur Sicherheit nochmal die Hebamme ob so eine Tour in diese Höhen für Florian in Ordnung sein. Bis 2500m ist das wonach Aussage der Hebamme kein Problem und weder Luftdruck oder Temperaturänderunhg machen in diesen Höhen etwas aus. So gings denn auch los mit der Seilbahn rauf auf einen der höchsten Berge im Allgäu. Dabei merkten wir wieder einmal, dass es echt Vorteile hat als "Eltern mit Kind" unterwegs zu sein. Wir haben schon am Tag zuvor beim Einkaufen endlich so einen tollen "Eltern mit Kind-Parkplatz" nutzen dürfen. Das sind die, die immer direkt am Eingang sind und die auch etwas breiter sind, damit man auch das Kind gut aus dem Autositz herausnehmen und in den Kinderwagen legen kann. Aber zurück zum Fellhorn. Auch da hatten wir gegenüber anderen Mitfahrern einen Voirteil. Vor allem der der Kinderwagen brachte und den Bonus ein. Wir durften mit dem Aufzug zum Eingang der Seilbahn, während die anderen erst anstehen und dann hintereinander die Treppe hoch mussten. Da warteten wir schon gemütlich auf der Bank auf die Bahn... In der Seilbahn hatten wir natürlcih auch einen begehrten Fensterplatz, aber so voll war sie eh nicht. Die Fahrt war schon sehr spannend. Wir hatten eine tolle Aussicht auf das Tal und die Berge. Da man mit dem Kinderwagen auf der Bergspitze nciht so richtig schön spazieren kann, sind wir schon auf der Bergstation ausgestiegen. Wir wussten ja nicht, dass ausgerechnet an diesem Tag Kindertag war. Es gab eine Musikkapelle und Schmink- bzw. Bastelstände. Ein Clown und andere Attraktionen für Kinder rundeten das ganze ab. Es war richtig was los da oben und das war auch schön so. Florian verstand das Ganze natürlich nicht. Er lag friedlich in seinem Kinderwagen und schaute die Wolken an. Etwas abseits der Station machten wir noch Bekanntschaft mit einer sehr netten Familie aus Münster. Ein Einblick in eine mögliche Zukunft bot sich uns dabei. Sie waren wohl gerade mal knappe 10 Jahre älter und hatten zwei Kinder von 2 und 7 Jahren. Nach einem netten Plausch gingen wir jedoch weiter zur Alm. Auf dem Weg beschlossen wir (oder wie Jochen meint, ich) den Weg nach unten diesmal nicht mit der Bahn zu machen, sondern zu laufen. Wir sind jung und auf dem Weg stand "2 Stunden bis zur Talstation". Wir waren etwas länger unterwegs... Mit dem Kinderwagen konnten wir nicht die Abkürzungen nehmen sondern mussten auf dem Weg bleiben. Ausserdem waren wir mit dem Wagen auch nicht sooo schnell. Das machte aber nichts. Der Weg war sehr schön. Es hat richtig Spass gemacht, obwohl ich mich am Auto nciht mehr ganz so jung gefühlt habe. Florian hat doch tatsächlich den ganzen Abstieg verschlafen. Das Beste hat er verpasst aber es ging ihm wohl gut an der frischen Luft und so schlafend im Wagen. Jochen und ich hatten noch zwei Tage lang richtig Muskelkater in den Waden, aber es hat sich gelohnt.

Hast Du Töne? Und wer will schon Schlafen

Florian übt Töne. Und das mit aller Kraft. Seit ein paar Tagen gibt er immer mehr Geräusche von sich und versucht die Stimmbänder bewusst zu nutzen. Das macht richtig Spass. Er hat ja schon länger auf dem Wickeltisch Töne von sich gegeben. Da freut er sich ja immer so sehr, dass er endlich wieder frei untenrum ist und Luft an ihn kommt. Schon beim Ausziehen fängt er an zu Strahlen und Lachen. Dabei tönt er rum und „redet“ mit uns. Aber seit ein paar Tagen macht er das auch immer öfter ohne dass er gewickelt wird. Außerdem kommen neue uns bisher unbekannte Töne aus seinem Mund. Selbst Florian ist manchmal überrascht was da so aus seinem Munde komen. Dann staunt er und macht große Augen. Es ist ja zu süß wenn er mit uns reden will und die Töne noch nicht so kommen wie sie sollen. Manchmal klappt es eben noch nicht so. Dann macht er den Mund auf, macht Bewegungen damit und mit der Zunge und versucht sichtlich was raus zu bringen. Und dann freut er sich wenns klappt. Auch wenn wir antworten lacht er und freut sich. Wir kommen uns zwar langsam etwas komisch vor, weil wir ständig „ähhhh“ und „äou“ oder so von und geben und dabei schauen als wäre es das intelligenteste und gleichzeitig komischste Gespräch das wir seit langem geführt haben. Florisn freut sich aber so sehr über unsere Ermutigungen, dass er nun immer öfter redet. Sogar wenn er eigentlich schlecht drauf ist weil der Bauch mal wieder zwickt. Er ist einfach tapfer. Leider zwickt es in den letzten Tagen mal wieder öfter. Der kleine Zappel macht wohl wieder einen Entwicklungssprung durch. Er ist sooo aufmerksam und wie gesagt mitteilsam. Und ständig sieht, hört und riecht er Neues. Das muß ja anstrengend sein. Da will man ja auch nicht schlafen. Man könnte ja was wichtiges verpassen....
Er ist soooooo müde, aber schlafen will er nicht. Und damit er auch nicht ausversehen einschlafen kann, zappelt er so arg mit Armen und Beinen, dass es einem Angst und Bang werden könnte. Um ihn zu beruhigen legen wir ihn in unser Bett und uns daneben. Wenn man ihm dann einen Schnuller gibt, die Stirn streichelt, die Hände mit ganz leichtem Druck festhält und dann noch beruhigend auf ihn einredet, hat man gute Chancen. Ist er dann endlich eingeschlafen, dauert es aber doch nicht lange bis er wieder zu zappeln beginnt. Meist zwickt dann wieder der Bauch... Der Arme!

Urlaubsstimmung überall

Dass wir im Urlaub sind, merkt man schon am Morgen. Zwar werden wir von Florian früh um sechs geweckt, weil er dann wieder hungrig ist, aber zum Glück schläft er dann nach essen und etwas spielen wieder ein. Wie können also tatsächlich bis neun im Bett liegen und den Urlaub geniessen wenn wir das mal möchten. Je nach Tagesprogramm einfach liegen bleiben und den Tag mit Faulheit zu beginnen, das hatten wir schon lange nicht mehr in dieser Form. Die Tage beginnen also geruhsam. Jochen kauft Brötchen, wir frühstücken gemütlich, spielen mit Florian, der um die Morgenszeit gerade besonders süss ist, sobald er gestillt und gewickelt ist. Mit einem Lächeln begrüsst zu werden ist einfach wunderbar.
Am zweiten Tag haben wir tagsüber getrennt etwas unternommen. Jochen, Florian uns ich waren im Tiefenbacher Moos spazieren und danach noch ein wenig in Sonthofen in der Fussgängrzone unterwegs. Am Abend besuchten wir Helmut, Marcia und Finn in Hofen in ihrer schönen Wohnung.
Die Drei wohnen richtig schön in einer großen Wohnung mit Terasse. Da haben wir nun schon zwei Abende verbracht, gemeinsam gegessen und den Kleinen beim Spielen oder auch Schlafen auf der Wiese zugesehen. Leider haben wir es bisher noch nicht geschafft etwas zu spielen. Wir waren meist zu müde und wir sind ja auch gegen 22 Uhr mit Florian heim nach Altstädten.

Wenn einer eine Reise tut... Florians erster Urlaub!

Gestern sind wir ins Allgäu gefahren um da unseren ersten Familienurlaub zu verbringen. Die Fahrt war lang, aber wir haben sie durch Zwischenstopps in Karlsruhe und Laupheim versüsst. Frühstück in Karlsruhe mit Jana und Mandy, die kennt Florian jetzt schon ganz gut. Dort gefällt es ihm sehr und diesmal hat es ihm Mandy mit ihren langen blonden Haaren besonders angetan. Nach einem leckeren Frühstück auf Janas Balkon gings weiter nach Laupheim zum Mittagessen. Dort lernte Forian zum ersten Mal Micky kennen. Auch sie hat ihn ziemlich fasziniert. Für uns gabs leckeres Gegrilltes in netter Gesellschaft. Die Pause bei Wolfgang, Susanne und Micky war sehr erholsam und schön. Gut gestärkt gings dann weiter nach Sonthofen. Mitten in Sonthofen trafen wir dann witzigerweise unsere Miturlauber. An einer Ampel im Auto vor uns, Finn und seine Eltern. Und wir haben un schon gewundert, dass da ein Karlruher Auto vor uns ist...
Pünktlich um fünf haben wir eingecheckt und unsere Wohnung bezogen. Klein aber Fein trifft es ziemlich gut. Es ist wirklich ein wenig beengt, dafür aber richtig schön und es gibt alles was wir so brauchen. Und die Betten sind gut!!! Schon gleich am ersten Abend fühlte sich alles wie Urlaub an - ein schönes Gefühl.
Heute war dann unser erster Urlaubstag. Wir sind alle zusammen zur Dreiangelhütte gelaufen und haben die schöne Landschaft genossen. Der Weg war schön, mit Kinderwagen gut zu machen und das Wetter super.
Müde aber in bester Urlaubsstimmung kehrten wir noch im Alpenblick ein bevor es wieder zurück zu unseren Ferienwohnungen ging. Die Kleinen mussten ja auch mal ins Bett.

Seiten

wendebaum.de RSS abonnieren