Florian und Wiebke allein Zuhaus

Tja, es musste ja mal so kommen. Jochen musste auf Dienstreise. Es war klar, dss das irgendwann passiert und er hat es ja auch früh genug angekündigt. Aber ich habs verdrängt. Ich wollte doch nicht mit Florian allein sein. Gut, man könnte ja sagen, dass die Tage nicht anders sind als sonst. Da bin ich ja auch alleine mit dem Kleinen. Das ist schon richtig. Aber ich weiss eben wann Jochen heim kommt und ich freue mich immer schon so auf ihn. Florian spielt dann mit Papa und ist dabei sehr ausgelassen. Ich kann endlich mal was tun ohne direkt an Florian denken zu müssen. Wir versorgen Florian, bringen ihn ins Bett und haben noch zwei Stunden Zwit für uns. Das ist immer so. Nur nicht diese drei Tage. Jochen ist am Dienstag in der Frühe so zeitig los, dass ich nur im halbschlaf etwas davon bemerkt habe. Heute am Donnerstag kommt er abends wieder.
Ich muss sagen, dass die drei Tage besser verlaufen sind als ich dachte. Am Dienstag sind Florian und ich zu Ina und Peter gefahren. Wir waren in Dietz, haben Kaffee getrunken und waren noch etwas an der Lahn spazieren. Es wurde recht spät und Florian war acuh in der letzten Stunde ganz schön quengelig. Ich schätze, dass er müde war und leichte Zahnschmerzen hatte. Aber hauptsächlich war er müde und überdreht, weil es schon so spät war und er nicht richtig einschlafen konnte. Ich hatte also heftiges gebrüll am Abend. In der Nacht hat er auch rect unruhig geschlafen, wovon ich mehrmals wach wurde.
Trotzdem war ich am Mittwoch recht fitt am Morgen. Das war gut, denn ihc musste ja zum Sport. Florian war auch richtig gut drauf und dort bei der Kinderbetreuung nur ganz kurz gejammert. Zum Mittagessen und danach waren Ina und Peter dann da. Das Wetter war recht schlecht und so machten wir uns eben einen gemütlichen nachmittag daheim.
Ich hatte die Wochen verwechselt, wie so oft in letzter Zeit, und die Babysitterin des Mütterzentrums für eine Teststunde bestellt. Eigentlich wollte ich da mit Jochen weg, aber da er ja nicht da war, bin ich eben alleine raus. Ich brachte Ina und Peter zum Zug und bin dann noch etwas durch die Stadt gelaufen.Es war ein komisches Gefühl, aber es tat auch echt mal gut. Ich konnte wenigstens mal ne Hoise anprobieren ohne ständig nach Florian schauen zu müssen. Mit der Babysitterin war es etwas schwierig, weil Florian nur gebrüllt hat als ich los bin. Da er sich aber nicht beruhigen lies solange er mich sehen konnte bin ich gegangen obwohl er auf ihrem Arm schrie. Das war hart. Unterwegs machte ich mir natürlich Sorgen, dass er sichnicht beruhigen lässt, aber sie konnte mich ja anrufen wenn es so wäre. Nach eineinhalb Stunden war ich wieder zurück. Florian hatte sich wohl in der Zwischenzeit beruhigt und mit ihr gesppielt und geschlafen, aber als ich kam schrie er gerade wieder. Diesmal wohl aber weil er hungrig war.
Nach dem Stillen war er so müde und hat nach ganz kurzem Zwiegespräch schon gezeigt, dass er schlafen will. Im Bett lag ein ein paar Minuten wach und ist dann ganz friedlich eingeschlafen. Auch in der Nacht war er deutlich ruhiger als in der Nacht zuvor. Da wir heute nichts geplant haben und auhc keinen Termin, fühlte ich mich heute Morgen ein wenig so als wäre Sonntag. Wir haben auch shcon ganz gemütlich gefrühstückt. Florian schläft jetzt noch ein paar Minuten, er kann aber jederzeit wach werden.
Heute abend kommt dann Jochen wieder. Und darauf freuen wir uns wohl alle Drei.
Ich bin zwar wirklich froh, dass es so gut geklappt hat (auch heute abend ist Florian wieder ruhig eingeschlafen ohne Geschrei) aber trotzdem bin ich froh, dass ich die Verantwortung ab Morgen nicht mehr alleine habe. Es ist schon sehr anstrengend so ganz allein. Alleinerziehende müssen schon wirklich was leisten, aber ich bin froh, dass ich das nicht bin. Aber neben dem Stress mit Florian, ich vermisse auch einfach meinen Mann und freue mich so sehr darauf ihn wieder in den Arm nehmen zu können.

Der Opa wird 60

Florians Opa Bernd wurde letzte Woche 60. Natürlich hat der kleine Krümel da mitgefeiert. Das wollte er sich ja nicht entgehen lassen. Wir waren etwas früher da und haben das Wochenende wieder einmal dazu genutzt, so viele Verwandte (und endlich auch wieder einmal Freunde aus dem Saarland) wie möglich zu sehen. Das ist in der Planung immer schwierig und für Florian meist auch etwas stressig. Aber da wir auch nicht jedes Wochenende fahren können, bleibt uns bisher nichts anderes übrig. Und wir freuen uns ja auch immer alle wieder zu sehen. Am Montag war dann das grosse Ereignis. Schon am Morgen waren alle da um die ersten überraschungen des Tages mitzuerleben. Und es sollte einige geben... In der Firma gab es von den Mitarbeitern organisiert ein gemeinsames Frühstück. Wir brachten etwas später noch leckeren Kuchen, damit auch wirklich alle satt wurden. Florian besuchte so zum ersten Mal seinen Opa in der Firma. Es war spannend. Wieder viele neue Gesichter und vor allem neue Muster zum Bestaunen. Nachmittags kamen Nachbarn und Freunde zu Kaffee und Kuchen. Danach mussten wir aber schon so langsam los, um die letzten Vorbereitungen für die grosse Feier am Abend zu treffen. Wir schafften es gerade noch, die Geschenke rechtzeitig zu verstecken, bevor das Geburtstagskind mit Familie und ersten Gästen erschien.
Die Feier konnte losgehen. Die Gäste wurden mit Sekt und kleinen Köstlichkeiten begrüsst. Es kamen immer mehr, und Florian hatte reichlich zu staunen. Er wanderte von Arm zu Arm und schaute sich alle ganz genau an. Die vielen spannenden und bunten Kleidungsstücke der Leute, die Gesichter, die Gerüche und die Klänge - alles wurde tapfer aufgenommen und verarbeitet. Nachdem alle einen Platz hatten und es sich am Tisch gemütlich gemacht hatten, kam die erste Vorspeise. Was Bernd noch nicht wusste, war, dass das Essen immer wieder unterbrochen werden sollte. Zwischen den einzelnen Gängen hatten wir und seine Freunde mehrere überraschungen geplant. Eine Festrede machte den Anfang. Der Redner hatte sich die Mühe gemacht und viele Informationen aus Bernds Kinder- und Jugendtagen aber auch aus den letzten Jahren in Erfahrung gebracht um sie uns in humorvoller Weise darzubieten. Nach der zweiten Vorspeise waren dann wir, die Kinder, an der Reihe den "Alten Sack" (obwohl er das da noch nicht war...) zu ehren und zu überraschen. Christiane und Jochen veranstalteten ein Quiz mit Bernd nach dem Vorbild "Wer wird Millionär". Aber es stellt sich ja die Frage, wer wirklich das Vorbild war. Als Christiane und Jochen noch Kinder waren, gehörte die Abendmahlzeit zu den gemeinsamen Aktivitäten des Tages. Hierbei gab es spielerisch ein Frage und Antwortspiel. Manchmal geliebt manchmal eher gefürchtet kamen Fragen zu vielen Themen und die beiden behaupten heute noch, dass sie daraus viel gelernt haben. Aber auch Uwe und ich haben im Nachhinein noch davon lernen können. So wissen auch wir, dass die Hauptstadt Spitzbergens Longyearbyen heisst. Dies war übrigens die Gewinnfrage am Genurtstagsabend. Da der Jubiliar sie natürlich ohne zu zögern beantworten konnte, wurden ihm auch so gleich seine Geschenke überreicht. Ein wunderschöner Quilt, der als Wandbehang Bernds Leben in Bildern wiedergibt. Wichtige Stationen und Personen sind auf Bild gedruckt und in das farbenprächtige Werk eingearbeitet. Christiane und Uwe haben in gemeinsamer Arbeit, stundenlanger Plaung, Diskussion und Durchführung dieses schöne Geschenk geschaffen. Ausserdem erhielt Bernd ein kleines Flugzeugmodell. Daran geknüpft war der Gutschein über einen Flug an den Ort seiner Wahl. Dies soll eine Reise für Vater und Sohn werden. Bernd und Jochen fliegen gemeinsam eine Woche in einem einmotorigen zweisitzigen Flugzeug und schauen sich die Welt von oben an. Ein Urlaub zum gemeinsamen Entspannen, Nachdenken und Geniessen.
Dies waren aber noch nicht alle überrasdchungen des Abends. Bernd bekam ein Teleskop geschenkt, mit dem er seinem Enkel die Sterne fast vom Himmel holen kann. Ausserdem wurde ihm eine Urkunde der "Umsonscht-Bruderschaft" verliehen und er wurde in den Kreis der "Alten Säcke" aufgenommen.
Von seiner Frau Monika bekam Bernd ein Geschenk das aus vielen Einzelteilen besteht. Eine Feuerstelle, ein Flug nach Göteborg, eine Feier in einer Hütte im Allgäu... Dies war alles in einer liebevollen Rede verpackt.
Leider konnten Krümel und wir nicht mehr alles dieser Feier mitbekommen. Wir haben sicher vieles schönes verpasst. Aber leider hatte Florian im laufe des Abends so mit Zahnschmerzen zu kämpfen, dass wir schon gegen 22 Uhr fahren mussten. Für den Opa war es aber ein gelungener Tag und ein wunderschöner Abend im Kreise der Familie und der lieben Freunde.

Lachen ist gesund und macht Spaß

Das hat jetzt auch Florian entdeckt. Er lacht ja schon länger mit uns und seit einiger Zeit versucht er auch laut zu lachen. Aber seit zwei Tagen findet er alles lustig. Man braucht ihn nur im richtigen Moment anzuschauen und irgendetwas zu sagen damit er loslacht. Dabei juchzt er manchmal so laut, dass wir schallend mit lachen müssen. Meist fängt es aber mit einem Leuchten in den Augen an. Er findet buchstäblich alles lustig und wenn etwas (zum Beispiel das Ziehen an seinen ärmeln) ihn gerade zum Lachen gebracht hat, muss man es endlos wiederholen um ihn glücklich zu machen. Oft reicht es schon irgendein Wort zu wiederholen und ihn dabei anzulachen. Dann prustet er los und freut sich.

Schlafen war einmal

Seit einer oder zwei Wochen etwa schläft Florian sehr unruhig. Er schläft nicht gerne ein und kämpft richtig. Er reibt sich die Augen, jammert und verliert ständig den Schnuller, weshalb er dann zu weinen anfängt. Auch sein Bett gefällt ihm überhaupt nicht mehr. Sobald er merkt, dass wir ihn da hinein legen, fängt er an zu weinen. Dies kann mitunter verdammt fies werden. Er hat schon eine sehr grelle Stimme wenn er will... Wir wissen nicht woran es liegt, denn er sollte sich langsam an das Bett gewöhnt haben. Er liegt ja jeden Tag drin und auch nur zum Schlafen. Er muss also nicht rein wenn er wach ist und spielen möchte. Aber aus irgendeinem Grund findet er sein Bett gerade schrecklich. Vielleicht weil wir ihn dann zum Einschlafen alleine lassen. Auf unserem Arm schläft er nämlich hervorragend ein. Aber selbst dann schläft er unruhig wenn man ihn hinlegt. Sobald er irgendwo liegt und nicht mehr direkt an unserem Körper ist, scläft er unruhig. Er dreht sich viel und manchmal kommt es vor, dass er im Schlaf Töne von sich gibt. Er wird auch manchmal kurz wach. Nachts wird er früher wach als sonst und will oft scon früher gestillt werden. Das bedeutet, dass ich ihn jetzt nachts und früh morgens öfter stille. Mittlerweile eher 2 mal. Früher hatte ihm eine Mahlzeit pro Nacht gereicht. Ich hoffe das kommt wieder. So ist es doch anstrengender. Naja, ich denke sobald er mal feste Nahrung bekommt wird sich das ändern. Aber bis dahin dauert es ja noch ein wenig. Jedenfalls freue ich mich jetzt schon darauf, dass er irgendwann einmal durchschlafen wird und ich dann auch erst am Morgen von ihm geweckt werde und nicht schon in der Nacht.

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