Der Opa wird 60

Florians Opa Bernd wurde letzte Woche 60. Natürlich hat der kleine Krümel da mitgefeiert. Das wollte er sich ja nicht entgehen lassen. Wir waren etwas früher da und haben das Wochenende wieder einmal dazu genutzt, so viele Verwandte (und endlich auch wieder einmal Freunde aus dem Saarland) wie möglich zu sehen. Das ist in der Planung immer schwierig und für Florian meist auch etwas stressig. Aber da wir auch nicht jedes Wochenende fahren können, bleibt uns bisher nichts anderes übrig. Und wir freuen uns ja auch immer alle wieder zu sehen. Am Montag war dann das grosse Ereignis. Schon am Morgen waren alle da um die ersten überraschungen des Tages mitzuerleben. Und es sollte einige geben... In der Firma gab es von den Mitarbeitern organisiert ein gemeinsames Frühstück. Wir brachten etwas später noch leckeren Kuchen, damit auch wirklich alle satt wurden. Florian besuchte so zum ersten Mal seinen Opa in der Firma. Es war spannend. Wieder viele neue Gesichter und vor allem neue Muster zum Bestaunen. Nachmittags kamen Nachbarn und Freunde zu Kaffee und Kuchen. Danach mussten wir aber schon so langsam los, um die letzten Vorbereitungen für die grosse Feier am Abend zu treffen. Wir schafften es gerade noch, die Geschenke rechtzeitig zu verstecken, bevor das Geburtstagskind mit Familie und ersten Gästen erschien.
Die Feier konnte losgehen. Die Gäste wurden mit Sekt und kleinen Köstlichkeiten begrüsst. Es kamen immer mehr, und Florian hatte reichlich zu staunen. Er wanderte von Arm zu Arm und schaute sich alle ganz genau an. Die vielen spannenden und bunten Kleidungsstücke der Leute, die Gesichter, die Gerüche und die Klänge - alles wurde tapfer aufgenommen und verarbeitet. Nachdem alle einen Platz hatten und es sich am Tisch gemütlich gemacht hatten, kam die erste Vorspeise. Was Bernd noch nicht wusste, war, dass das Essen immer wieder unterbrochen werden sollte. Zwischen den einzelnen Gängen hatten wir und seine Freunde mehrere überraschungen geplant. Eine Festrede machte den Anfang. Der Redner hatte sich die Mühe gemacht und viele Informationen aus Bernds Kinder- und Jugendtagen aber auch aus den letzten Jahren in Erfahrung gebracht um sie uns in humorvoller Weise darzubieten. Nach der zweiten Vorspeise waren dann wir, die Kinder, an der Reihe den "Alten Sack" (obwohl er das da noch nicht war...) zu ehren und zu überraschen. Christiane und Jochen veranstalteten ein Quiz mit Bernd nach dem Vorbild "Wer wird Millionär". Aber es stellt sich ja die Frage, wer wirklich das Vorbild war. Als Christiane und Jochen noch Kinder waren, gehörte die Abendmahlzeit zu den gemeinsamen Aktivitäten des Tages. Hierbei gab es spielerisch ein Frage und Antwortspiel. Manchmal geliebt manchmal eher gefürchtet kamen Fragen zu vielen Themen und die beiden behaupten heute noch, dass sie daraus viel gelernt haben. Aber auch Uwe und ich haben im Nachhinein noch davon lernen können. So wissen auch wir, dass die Hauptstadt Spitzbergens Longyearbyen heisst. Dies war übrigens die Gewinnfrage am Genurtstagsabend. Da der Jubiliar sie natürlich ohne zu zögern beantworten konnte, wurden ihm auch so gleich seine Geschenke überreicht. Ein wunderschöner Quilt, der als Wandbehang Bernds Leben in Bildern wiedergibt. Wichtige Stationen und Personen sind auf Bild gedruckt und in das farbenprächtige Werk eingearbeitet. Christiane und Uwe haben in gemeinsamer Arbeit, stundenlanger Plaung, Diskussion und Durchführung dieses schöne Geschenk geschaffen. Ausserdem erhielt Bernd ein kleines Flugzeugmodell. Daran geknüpft war der Gutschein über einen Flug an den Ort seiner Wahl. Dies soll eine Reise für Vater und Sohn werden. Bernd und Jochen fliegen gemeinsam eine Woche in einem einmotorigen zweisitzigen Flugzeug und schauen sich die Welt von oben an. Ein Urlaub zum gemeinsamen Entspannen, Nachdenken und Geniessen.
Dies waren aber noch nicht alle überrasdchungen des Abends. Bernd bekam ein Teleskop geschenkt, mit dem er seinem Enkel die Sterne fast vom Himmel holen kann. Ausserdem wurde ihm eine Urkunde der "Umsonscht-Bruderschaft" verliehen und er wurde in den Kreis der "Alten Säcke" aufgenommen.
Von seiner Frau Monika bekam Bernd ein Geschenk das aus vielen Einzelteilen besteht. Eine Feuerstelle, ein Flug nach Göteborg, eine Feier in einer Hütte im Allgäu... Dies war alles in einer liebevollen Rede verpackt.
Leider konnten Krümel und wir nicht mehr alles dieser Feier mitbekommen. Wir haben sicher vieles schönes verpasst. Aber leider hatte Florian im laufe des Abends so mit Zahnschmerzen zu kämpfen, dass wir schon gegen 22 Uhr fahren mussten. Für den Opa war es aber ein gelungener Tag und ein wunderschöner Abend im Kreise der Familie und der lieben Freunde.

Lachen ist gesund und macht Spaß

Das hat jetzt auch Florian entdeckt. Er lacht ja schon länger mit uns und seit einiger Zeit versucht er auch laut zu lachen. Aber seit zwei Tagen findet er alles lustig. Man braucht ihn nur im richtigen Moment anzuschauen und irgendetwas zu sagen damit er loslacht. Dabei juchzt er manchmal so laut, dass wir schallend mit lachen müssen. Meist fängt es aber mit einem Leuchten in den Augen an. Er findet buchstäblich alles lustig und wenn etwas (zum Beispiel das Ziehen an seinen ärmeln) ihn gerade zum Lachen gebracht hat, muss man es endlos wiederholen um ihn glücklich zu machen. Oft reicht es schon irgendein Wort zu wiederholen und ihn dabei anzulachen. Dann prustet er los und freut sich.

Schlafen war einmal

Seit einer oder zwei Wochen etwa schläft Florian sehr unruhig. Er schläft nicht gerne ein und kämpft richtig. Er reibt sich die Augen, jammert und verliert ständig den Schnuller, weshalb er dann zu weinen anfängt. Auch sein Bett gefällt ihm überhaupt nicht mehr. Sobald er merkt, dass wir ihn da hinein legen, fängt er an zu weinen. Dies kann mitunter verdammt fies werden. Er hat schon eine sehr grelle Stimme wenn er will... Wir wissen nicht woran es liegt, denn er sollte sich langsam an das Bett gewöhnt haben. Er liegt ja jeden Tag drin und auch nur zum Schlafen. Er muss also nicht rein wenn er wach ist und spielen möchte. Aber aus irgendeinem Grund findet er sein Bett gerade schrecklich. Vielleicht weil wir ihn dann zum Einschlafen alleine lassen. Auf unserem Arm schläft er nämlich hervorragend ein. Aber selbst dann schläft er unruhig wenn man ihn hinlegt. Sobald er irgendwo liegt und nicht mehr direkt an unserem Körper ist, scläft er unruhig. Er dreht sich viel und manchmal kommt es vor, dass er im Schlaf Töne von sich gibt. Er wird auch manchmal kurz wach. Nachts wird er früher wach als sonst und will oft scon früher gestillt werden. Das bedeutet, dass ich ihn jetzt nachts und früh morgens öfter stille. Mittlerweile eher 2 mal. Früher hatte ihm eine Mahlzeit pro Nacht gereicht. Ich hoffe das kommt wieder. So ist es doch anstrengender. Naja, ich denke sobald er mal feste Nahrung bekommt wird sich das ändern. Aber bis dahin dauert es ja noch ein wenig. Jedenfalls freue ich mich jetzt schon darauf, dass er irgendwann einmal durchschlafen wird und ich dann auch erst am Morgen von ihm geweckt werde und nicht schon in der Nacht.

Kino ist wie Urlaub

Letzten Donnerstag waren wir endlich mal wieder im Kino. Lang geplant und gut vorbereitet.
Wir hatten einen Babysitter für halb fünf bestellt. Da wir während der Woche gehen wollten und Jochen ja arbeiten muss, haben wir uns für für die Vorstellung um halb sechs entschieden. Wir waren in der Komödier "30 über Nacht". Da Gabi sich noch als Besuch angemeldet hatte, blieb ihr nichts anderes übrig als mit uns mitzugehen. Also sind wir zu dritt los. Es war ein wunderbares Gefühl endlich mal wieder im Kino zu sitzen. Schon die Vorschau war ein Genuss. Und dann erst der Film... Insgesamt waren wir weniger als drei Stunden weg aber das macht ja nichts. Hauptsache wir waren endlich mal wieder ohne Kind. Sandra hat in der Zwischenzeit wunderbar auf ihn aufgepasst. Als wir kamen war er gerade mit Trinken fertig. Wir hatten nämlich etwas Milch aufgetaut und in eine Flasche getan. Auch das war mal wieder richtig schön - ich war nicht für das Essen verantwortlich. Florian war bisher beide Male beim Babysitter ganz brav. Auch sonst ist er immer sehr lieb wenn er bei anderen ist. Das finde ich klasse. Wir haben jetzt schon vereinbart, dass wir im nächsten Monat wieder etwas machen und einen Babysitter bestellen.

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