Unser Sohn verändert sich

In den letzten Wochen hat sich Florian sehr verändert. Zuerst mal ist uns aufgefallen, dass er viel mehr quängelt, weniger oder schlechter schläft, mehr Zicken beim Trinken macht und sehr anhänglich geworden ist. Es fällt ihm viel schwerer allein zu sein. Es war etwas schwer immer herauszufinden was denn nun gerade der Grund für sein Gejammer war und ist. Das Wetter, er mag die Hitze nicht, oder die Brustentzündung, es schmeckte je nicht mehr gewohnt, oder eben der Sprung in der Entwicklung. Darf man der Literatur glauben, kündigt sich solch ein Sprung durch besonders viel Gejammer und Kuschelbedürfnis an. Wie auch immer, wir haben ausser diesen negativen Veränderungenauch vieles anderes und vor allem schönes an Florian entdeckt. Seit etwa eineinhalb oder nun schon zwei Wochen lacht er richtig viel. Er erkennt Gesichter und freut sich sichtlich darüber. Er lacht mit allem und jedem was nach einem Gesicht aussieht, aber natürlich am Meisten mit uns. Richtige Gespräche kann man nun mit ihm führen. Es bedarf zwar noch etwas Phantasie um ihn zu verstehen, aber er erzählt. Mit einem Lächeln im Gesicht gibt er Laute von sich, beobachtet sein Gegenüber und freut sich über Antworten. Ausserdem versucht er die Mimiken und Laute der Anderen nachzuahmen. Das macht Spass.

Florian ist auch ein grosser Schauer und Beobachter. Zur Zeit bevorzugt er abstrakte Kunst. In unserem Schlafzimmer hängt ein Kandinsky den er gerne lange betrachtet. Aber das hat nichts zu nsagen, ein Kunstkenner ist wohl deshalb noch lange nicht. Die bunten Vorhänge neben seinem Wickeltisch und die Holzmaserung des Schrankes sind genauso spannend. Hauptsache bunt und Muster. Der Kandinsky erfüllt beides. Klare Linien und Muster und bunte Farben. Auch sonst interessiert sich Florian zunehmend für seine Umwelt. Seit ein paar Tagen besitzt er einen 1-2-3 Baby Björn Stuhl. Dieser Sitz oder besser Wippe ist ideal um ihn in der Wohnung überall hin mitzunehmen. Dann kann er sehen und hören was so passiert und muss nicht alleine im Nachbarzimmer sein, was er ja auch nicht mehr mag. Es ist halt doch langweilig so allein...
Laut Literatur sollte jetzt Ruhe einkehren und eine schöne Zeit sein... Der nächste Entwicklungssprung und damit die Quänglereien sollten erst wieder um die 12. Woche kommen. Wir sind gespannt, denn jedes Kind ist anders. Und unseres sowieso ;-)

Der erste Besuch im Saarland

Was lange währt... Durch die Entzündung hat sich der Besuch im Saarland um eine Woche verschoben und durch die zweite Entzündung wurde er fast wieder vereitelt. Aber wir haben es am letzten Wochenende doch noch geschafft und haben endlich daheim die Familie besucht. Es war ein sehr schönes Wochenende. Ein klein wenig stressig, aber schön. Wir haben natürlich versucht so viele wie möglich zu sehen, aber alles geht eben auch nicht. Freitag sind wir abends in Sinnertal angekommen und haben dort mit der Familie gegrillt. Es war ein schöer Abend und alle haben sich gefruet. Am Samstag stand Mittagessen mit meinem Vater und Kaffee bei meiner Schwester auf dem Programm. Es ist schön, dass sich alle extra Zeit genommen haben. Sogar meine Nichten hatten Zeit und haben ihre sonstigen Verabredungen so geplant, dass sie ihren Cousin sehen konnten. Abends gab es dann wieder Essen bei Jochens Familie und ein Bad für Florian. Seine Tante Christiane durfte diese Aufgabe übernehmen. Sauber und gefönt, ja gefönt, konnte Florian dann den Rest des Abends geniessen. Am Sonntag besuchten wir noch Krümels Ur-Oma und haben dort zu Mittag gegessen. Meine Cousine, meine Tante, mein Onkel und Lina-Marie und Simon waren auch da. Nach einem letzten Kaffee in Sinnertal sind wir dann wieder heim nach Limburg. Es war ein volles aber schönes Wochenende. Alle hatten ihren Spass mit Florian und freuen sich schon wiede rauf unserem nächsten Besuch. Mal sehen wen wir dann besuchen...

Von Brustentzündung und anderen Nettigkeiten

In den letzten Wochen ist zwar einiges passiert aber es gab kaum Gelegenheit davon zu berichten. Durch zweimalige Brustentzündung lag ich teilweise flach und war recht angeschlagen. Die Auswirkungen von so einer Entzündung sind nicht so spassig. Es fühlt sich in etwa an wie eine gute Grippe. Schüttelfrost, Gliederschmerzen, Fieber - eben alles was so dazu gehört. Ausserdem tut die Brust höllisch weh. Wie bestellt, hatte Jochen beide Male Urlaub. Eigentlich für sich, um Sachen zu eledigen und um ins Saarland zu fahren. Aber er musste mich immer pflegen. Zum Glück haben wir immer noch Kontakt zu unserer Hebamme, die uns mit Rat zur Seite stand. Globuli verschiedener Art, Quarkwickel, Eisenkrautwickel, Tee und Bettruhe oder zumindest Ruhe soweit möglich sind die Hilfmittel um diese Entzündung wieder loszuwerden. Schliesslich wollen wir ja auf Antibiotika verzichten. Ganz wichtig ist es auch das Kind so oft trinken zu lassen wie möglich. Anlegen, Anlegen, Anlegen. Nicht gerade das was so am Schönsten ist bei einer Entzündung. Es tut wirklich verdammt weh, wenn da jemand dran zieht. Da die Milch sich in Konsistenz und Geschmack ändert wenn es eine Vertsopfung und Entzündung gibt, ist auch der Kleine nicht so richtig überzeugt davon. Aber Hunger treibt... Geduld, viel Geheul und Rabäh von Mutter und Kind sind nötig bis das alles überstanden ist. Hinzu kommt, wie kann es anders sein, dass wir schlechter geschlafen haben. Natürlich wäre Schlaf ja das was am dringendsten benötigt wird um wieder auf die Beine zu kommen. Es waren also anstrengende Wochen.
Jetzt haben wir es wohl übertsanden. Reste der Vertsopfung im Milchkanal sind noch vorhanden, aber mit Eisenkraut wird auch das noch besser. Jetzt hoffen wir mal, dass es das war. Mir hat die Erfahrung gereicht, ich kann jetzt mitreden und brauch nicht mehr davon ;-)
Florian hat sicher auch genug.

Die Tausend Namen unseres Sohnes

Unser Sohn hat viele Namen. Zuerst ist da mal Krümel. Ganz klar. SO hiess er schon, da wussten wir ja noch nicht einmal, dass es ein Junge wird. Als wir es wussten, entschieden wir uns für Florian. Da uns das noch nicht reichte, gaben wir ihm einen zweiten Namen - Philipp. Im Alltag zeigte sich aber nun, dass diese drei Namen nicht ausreichen unser Kind zu umschreiben und zu benennen. Hin und wieder gibt er Geräusche von sich, die zu weiteren Namensgebungen führen. Beispielsweise knattert er manchmal wir Flipper. Oder er klingt wie ein Esel. Auf dem Wickeltisch ist er unser kleiner Scheisser oder Stinker. Wenn er sich reckt und streckt, sieht er manchmal wie eine Schildkröte aus und ist unser Geniesser. Beim Stillen ist er ein Säufer. Und unser Süsser ist er sowieso. Er ist ein Schläfer, ein Fauler, ein Grosser, ein Kleiner, ein Knuddel, ein Pisser (vor allem wenn er seinen Vater beim Wickeln nass macht). Das alles ist er und das beschreibt ihn immernoch nicht vollständig in all seinen Verhaltensweisen die ihn für uns so besonders machen. Wir haben viele Namen für ihn, aber allem gemeinsam ist, dass sie liebevoll gemeint sind.

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